Mit dem nahenden September wird erwartet, dass der Immobilienmarkt durch erwartete Zinssenkungen dynamischer wird. Nach einem ruhigeren Sommer aufgrund hoher Zinsen könnte der Sektor wieder an Fahrt gewinnen, da diese Zinssätze voraussichtlich sinken werden.

Derzeit liegen die Sparzinsen aufgrund der hohen Inflation auf einem Rekordniveau von 55 %, was Sparkonten für Anleger attraktiv macht. Dies führt dazu, dass viele ihr Geld eher sparen als in Immobilien investieren, was zu einer Verlangsamung der Immobilientransaktionen beiträgt. Verkäufer haben Schwierigkeiten, Käufer anzuziehen, angesichts steigender Mietpreise und der lukrativen Renditen, die Sparanlagen bieten.

SEit Juli 2023 sind die Immobilienpreise in US-Dollar kontinuierlich gefallen, was die Auswirkungen der historisch hohen Zinsen auf den Markt widerspiegelt. Allerdings herrscht am Markt die Auffassung vor, dass diese Preise ihren Tiefpunkt erreicht haben. Die hohen Finanzierungskosten haben diesen Abwärtstrend maßgeblich beeinflusst, doch mit der Aussicht auf Zinssenkungen wird erwartet, dass die Preise wieder steigen.

Als Reaktion auf die erwartete Marktentwicklung bereiten staatliche Banken spezielle Angebote für Zinsen und Kredite für Erstkäufer vor. Diese gezielten Aktionen sollen den Eigentumserwerb erleichtern und die Aktivität auf dem Immobilienmarkt ankurbeln.

Diese Belebung zeigt sich bereits in den jüngsten Statistiken. Diese zeigen, dass die landesweiten Wohnungsverkäufe in der Türkei im Juli im Vergleich zum gleichen Monat 2023 um 16,0 % auf 127.088 Einheiten gestiegen sind. Diese Zahl markiert den höchsten monatlichen Verkauf im Jahr 2024 und den höchsten Juli-Verkauf seit 2020. Die Verkäufe an Ausländer gingen im Jahresvergleich im Juli jedoch um 16,1 % zurück und beliefen sich auf 2.350 Einheiten. Ausländische Verkäufe machten 1,8 % der gesamten Wohntransaktionen aus, wobei Antalya, Istanbul und Mersin die wichtigsten Städte für ausländische Käufer waren. Im Zeitraum Januar bis Juli fielen die Wohnungsverkäufe an Ausländer im Vergleich zum Vorjahr um 42,0 % auf insgesamt 12.811 Einheiten. Die meisten Verkäufe an ausländische Staatsbürger entfielen auf Russland (485), gefolgt von der Ukraine (171) und Deutschland (162).

Mit der Wiedereröffnung der Schulen und einer möglichen Senkung der Zinssätze am Horizont ist zu erwarten, dass der Immobilienmarkt an Dynamik gewinnt. Anleger sollten Wohnungsbaufinanzierungsangebote genau beobachten, die günstige Konditionen bieten und das Marktwachstum fördern können. Eine frühzeitige Investition könnte vorteilhaft sein, da die Immobilienpreise mit der erwarteten Markterholung steigen dürften.

Trotz der derzeitigen Herausforderungen sind die Mietpreise auf einem Rekordhoch, was eine Amortisationszeit von 180–200 Monaten ermöglicht. Dies unterstreicht das Potenzial langfristiger Gewinne bei Immobilien und macht diese zu einer vielversprechenden Anlageoption, selbst unter den vorherrschenden Marktbedingungen.